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Donnerstag, 23. April 2015

Marmorkuchen à la Ritz

Marmorkuchen – wie jetzt? „Warum jetzt wieder Marmorkuchen“, wird sich der ein oder andere geneigte Leser (Leserin ist im Leser inbegriffen) sich jetzt fragen. Ja – muss ich dann sagen.
Das hat einen einfachen Grund und dieser erklärt auch meine Back- und Blogabstinenz der letzten Wochen: Ich habe seit Mitte März keine Küche und damit keinen Backofen. Dieser bedauerliche Zustand wird leider noch bis Anfang Juni bestehen bleiben.

Wer sich jetzt fragt, wie ich das aushalte, mehr schlecht als recht.
Immerhin habe ich jetzt einen kleinen Minibackofen von meinen besten Freund bekommen. Leider ist der schon etwas in die Jahre gekommen – also der Ofen nicht mein bester Freund. Großes konnte ich vom Ofen nicht erwarten also musste es was einfaches sein. Doch was?

Da kam mir ein Post bei Facebook unter die Augen. Da behauptete doch die Schreiberin - Nicole Godt -, das beste Rezept für Marmorkuchen zu haben. Das kam sie mit – die Idee: ein kleiner Battle um den besten Marmorkuchen. Ich backe ihr Rezept und sie mein Rezept. Und so wurde es auch gemacht.

Folgendes Rezept habe ich dann probiert:

lecker, lecker, lecker (und nicht das letzte Mal gebacken)

Zutaten:
230 g weiche Butter
300 g Zucker
4 Eier
330ml Sahne
330 g Mehl
2 TL Backpulver
1 ausgekratzte Vanilleschote
1 gute Prise Salz
20 g Kakaopulver

Zubereitung:
Schon einmal vorne weg – ich habe mich nicht komplett an Nicoles Rezept halten können, das ist vor allem dem Mangel an Zeit und Backofen geschuldet. Aber ich werde es auf jeden Fall nicht das letzte Mal gebacken haben.
  • Butter und Zucker cremig rühren
  • Nach und nach die Eier einzeln gut unterrühren
  • Nun Sahne, Mehl, Backpulver, Salz und das Mark der Vanilleschote hinzugeben und alles kräftig verrühren
  • Ein Drittel des Teigs in eine andere Schüssel geben und mit dem Kakaopulver noch einmal kräftig verrühren
  • Nun mit dem hellen Teig beginnen und eine gefettet Form abwechseln mit hellem und dunklem Teig füllen und am Ende mit einer Gabel den Teig marmorieren
  • Ab dann in den Ofen – hier am Originalrezept orientieren – mein Leihofen ist leider keine gute Referenz und wie immer gilt: Im Zweifel entscheidet die Stäbchenprobe!
  • Fertig!

Fazit: Der Ofen hat das Ergebnis bestimmt etwas beeinflusst, doch muss ich sagen, dass sich das Ergebnis sehen lassen kann – in allen Belangen – Aussehen, Konsistenz und Geschmack. Er ist fluffig und trotzdem feucht und das Mischungsverhältnis von Teig, Kakaoanteil und Vanille ist perfekt. Ein sehr guter Marmorkuchen.
Und ich muss hier wohl nochmal eine kleine Neuordnung der Ergebnisse meiner Marmorkuchen-Wertung vornehmen, um diesem Kuchen hier entsprechend zu würdigen. 

Donnerstag, 30. Januar 2014

Der beste Marmorkuchen – Abschlussbericht zum Projekt Marmorkuchen

So, wenn auch mit etwas Verzögerung, nun ist der Moment der Wahrheit gekommen und das Projekt Marmorkuchen findet mit der Kür des besten Marmorkuchens sein Ende.
Es sei noch vorangestellt: Es handelt sich hier ausschließlich um meine subjektive Betrachtung.

Was ich beim Kosten und Teilen mit meiner Frau, Freunden und Kollegen immer wieder feststellen musste: Es gibt höchst unterschiedliche Ansichten darüber, was einen guten Marmorkuchen auszeichnet. Das ist schon höchst interessant, wie sehr man über so eine vermeintlich simple Sache wie einen Marmorkuchen doch ins Philosophieren kommen kann.

Das sind nun meine Kriterien für einen guten Marmorkuchen.
  • Fluffig soll er sein aber nicht krümelig, d.h. er soll locker sein. Ich muss einfach ein Stück abbrechen können, aber ohne dass der ganze Kuchen in tausende Krümel zerfällt.
  • Klunschig soll er sein. Klunschig bedeutet feucht/saftig – also das genaue Gegenteil zu krümelig. Das sorgt dafür, dass der Kuchen auch am zweiten oder dritten Tag noch gut ohne Kaffee-tunken genießbar ist. Wichtig ist hier nur, dass dadurch die Fluffigkeit nicht verloren geht. Das ist nicht immer so ganz leicht.
  • Dunkle Schokolade soll rein bzw. der ungesüßte Kakao. Das ist für mich ein Muss – Vollmilchschoki oder Kakao, den man auch zum Trinken für Kinder verwendet, geht gar nicht.

Wenn die drei Punkte stimmen, dann hatte das Rezept eigentlich schon gewonnen.
Grundsätzlich zu den Rezepten gibt es nicht viel Außergewöhnliches zu sagen. Die Zutaten gleichen sich schon sehr – nur die Verhältnisse waren erwartungsgemäß immer ein wenig anders. Die Umsetzung der Rezepte sollte keinen, der sie nachbacken möchte, vor große Herausforderungen stellen (also das schwierigste ist das Trennen der Eier).

Und nun meine Top-5-Marmorkuchen:

Platz 1: Der Latte-Macchiato-Marmorkuchen
Der Kuchen verbindet die oben genannten Punkte für mich am besten. Und die Dreingabe des Espresso bringt noch das gewisse Etwas. So muss ein Marmorkuchen sein und nicht anders.
Glückwunsch an Jeanny von zuckerzimtundliebe - von ihr stammt das Rezept.

Platz 2: Der Marmorkuchen nach dem Rezept meiner Frau
Auch dieser Kuchen bringt alle Eigenschaften zur vollen Entfaltung, die ich schätze. Den Unterschied zu Platz 1 machte nur der Espresso – ansonsten kann ich zu dem Rezept auch nur sagen – immer und zu jeder Zeit wieder.

Platz 3: Der Marmorkuchen von Cynthia Barcomi

Platz 4: Der Marmorkuchen von Annik Wecker

Platz 5: Der Marmorkuchen aus der Schweiz


Das ist er - der Gewinnerkuchen. Wenn ich ihn noch einmal backe, und das werde ich, dann aktualisiere ich auch das Bild.


Das Projekt ist damit abgeschlossen. Es erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit noch auf die Allgemeingültigkeit der Kriterien. Die Rangfolge ergibt sich rein aus meinem subjektiven Empfinden.
Sollte der ein oder andere geneigte Leser der Meinung sein, ich hätte ein Rezept unbedingt noch probieren müssen, dann kann er es hier gerne in den Kommentaren posten. Ich werde es auf jeden Fall probieren.

Sonntag, 26. Januar 2014

Nachtrag zu 2013 - der Letzte: Marmorkuchen Nr. 8

Hier nun der letzte Kuchen bzw. das letzte Rezept für mein Projekt Marmorkuchen.
Das konnte ich nicht auslassen – aus zwei Gründen: zum einem ist es das Rezept meiner Frau und zum anderen (das nehme ich mal vorweg) ist der Kuchen auch echt lecker.
Ich habe ihn dieses Wochenende nochmal gebacken, um aus der bisherigen Vermutung mit dem lecker Gewissheit zu erreichen. (Ich bin ja immer noch in der Testphase mit dem neuen Herd – beim ersten Mal war er einfach zu trocken geraten).
Darüber hinaus hatte ich noch eine Idee für die Zubereitung, die ich einmal versuchen wollte: nicht Eischnee unterrühren sondern eine Baiser-Masse.

Damit belohne ich mich gleich, wenn der Beitrag online ist.

Gute und hier nur mal zu den Fakten.

Zutaten:
4 Eier
100g + 250g Zucker
250g Butter (zimmerwarm)
1Pä. Vanillezucker
1 Schuss Vanilleessenz (nicht zwingend notwendig)
1Pä. Backpulver
500g Mehl
1 Tasse Milch

3EL Kakao
2EL Zucker
3EL Sahne oder Milch

Zubereitung:
  • Eier trennen und die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen. Am Ende nach und nach die 100g Zucker vorsichtig einrieseln lassen und gut verrühren
  • Den restlichen Zucker mit der Butter und den Eigelb cremig rühren
  • Nun Vanillezucker, Vanilleessenz, Backpulver, Mehl und Milch hinzugeben – erst vorsichtig alles miteinander verrühren und wenn es eine Masse ist, dann nochmal kräftig mit dem Handmixer durchrühren
  • Zum Schluss den Eischnee hinzugeben und diesen auch mit dem Mixer kurz unterschlagen
  • Zwei Drittel des Teiges kommen in eine gefettete Gugelhupfform
  • Zum restlichen Drittel Kakao, Zucker sowie Sahne oder Milch geben und alles nochmals gut miteinander verrühren.
  • Den dunklen Teig auf dem hellen verteilen und dann das Ganze mit einer Gabel marmorieren
  • Jetzt ab damit in den vorgeheizten Ofen bei 170°C für etwa 60 min – wie immer: die Stäbchenprobe entscheidet

Fazit: Jetzt nach dem zweiten Mal backen hat sich meine Vermutung bestätigt. Der Kuchen ist verdammt lecker. Er hat eine kompakte Struktur ist aber dennoch leicht klunschig und fluffig, vor allem, wenn er noch leicht warm ist. Er ist übrigens bestens für einen Sonntag geeignet, wenn die Familie oder Freunde zu Besuch kommen.

Sonntag, 19. Januar 2014

Nachtrag zu 2013 – der Zweite: Marmorkuchen Nr. 7

Bei Durchsehen meiner Kuchenliste 2013 ist mir aufgefallen, dass ich für das Projekt Marmorkuchen mehr Rezepte ausprobiert hatte, als die bisher verbloggten.
Das kann ja nicht angehen und bevor ich das Fazit angehe, muss ich auf jeden Fall noch 2 Rezepte nachreichen.

Das ist die genau richtige Anzahl an Stücken für mich.

Eines davon ist der Latte Macchiato Marmorkuchen – wieder mal ein Rezept von Jeanny von zuckerzimtundliebe.

Hier das Rezept, wie man es bei Jeanny findet.

Zutaten:
280g weiche Butter + etwas
mehr zum Fetten der Form
580g Zucker
6 Eier, zimmerwarm
375g Mehl
1 TL Backpulver
1 Prise Salz
240ml Milch
125g Schmand
2-3 EL Backkakao
5 EL starker, frisch gebrühter Espresso

Zubereitung:
  • Den Ofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen, eine große Gugelhupfform fetten und ausmehlen.
  • Butter, Zucker und Eier mit dem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine cremig mixen.
  • Mehl, Backpulver und Salz mischen, dann zur Buttermixtur hinzufügen. 3 Esslöffel des Espresso ebenfalls dazu geben, dann die Mehlmischung, Schmand sowie Milch.
  • 1/3 des Teiges entnehmen und mit dem Kakao sowie den restlichen 2 Esslöffeln Espresso vermischen.
  • Zunächst den hellen Teig in die Backform füllen, dann den dunklen. Mithilfe einer Gabel oder dem Stiel eines Holzlöffels wie ein Wirbelwind durch beide Teige fahren und vereinen, aber nicht zu häufig, sonst wird aus den hübschen Wirbeln ein einheitlicher Teig.
  • Den Kuchen ca. 60-70 Minuten lang backen. Die Stäbchenprobe entscheidet über fertig.

Fazit: Ein Marmorkuchen ganz nach meinem Geschmack. Das mit dem Latte Macchiato finde ich super – schmeckt großartig. Und er ist – wie man so schön sagt – klunschig. Der Kuchen war auch noch 2 Tagen so richtig schön saftig. Und wenn ich mich recht erinnere, dann habe den Kuchen bis auf ein Stück auch allein verputzt. Also den Kuchen werde ich auf jeden Fall noch öfter machen.

Dienstag, 14. Januar 2014

Nachtrag zu 2013: Marmorkuchen Nr. 6 – nach Johann Lafer

Ganz vergessen, dass ich den Beitrag schon geschrieben aber nicht veröffentlicht hatte. Leider fehlen mir, ob des zeitlichen Versatzes, leider die Bilder dazu.


Beitrag aus dem Herbst 2013:
Das Jahr neigt sich so langsam dem Ende und damit das Projekt Marmorkuchen auch wirklich gründlich erledigt wird, muss ich mich ranhalten und noch ein paar Rezepte ausprobieren.
Diese Woche habe ich mich für den Marmorkuchen nach einem Rezept von Johann Lafer entschieden. Lafer kommt ja auch der süßen Ecke der Küche und so war ich schon neugierig auf sein Rezept – zumal der erste Blick auf die Zutaten nicht besonderes zu Tage förderte. Immerhin stammt das Rezept ja auch aus „Der große Lafer backen“.

Aber gut – da muss ja nichts heißen, wie sich dann auch bei genauerem Durchlesen der Zubereitung herausstellte.


Aber nun erst mal zu den Zutaten:
250g weiche Butter
125g und 100g Zucker
5 Eier (zimmerwarm)
1 Prise Salz
1 EL Vanillezucker
2-3 EL Rum
250g Mehl
2 TL Backpulver
2 TL Kakaopulver

Zubereitung:
  • Butter schaumig aufschlagen (mind. 5 min) und dann nach und nach 125g Zucker und den Vanillezucker hinzugeben
  • Die Eier trennen und das Eiweiß mit ner Prise Salz steif schlagen und zu Ende hin dann langsam die 100g Zucken ein rühren
  • Die Eigelbe nach und nach in die Buttermasse geben und jeweils wieder 1min verrühren
  • Nun Mehl und Backpulver zur Butter-Ei-Masse geben und alles wieder kräftig verrühren
  • Anschließend ein Drittel vom Eischnee unterrühren und den restlichen Eischnee vorsichtig unterheben
  • Zwei Drittel vom Teig in eine gefettete Kastenform geben
  • Das andere Drittel mit dem Kakaopulver vermischen auf den hellen Teig geben und mit einer Gabel das ganze marmorieren
  • Und nun ab in den Ofen bei 160 Grad (Umluft) für etwa eine Stunde – wie immer entscheidet hier natürlich die Stäbchenprobe

Fazit: Ja, wie schon geschrieben. Ein wenig hob sich das Rezept von den bisherigen ab. Doch so am Ende bin ich mir nicht sicher, ob der Kuchen damit was Besonderes. Er war gut, lecker – ein wenig trocken vielleicht (wobei das am neuen Backofen gelegen haben könnte – da fehlen die Erfahrungswerte). Also gut war er, aber er kommt nicht an meine Favoriten heran.

Sonntag, 18. August 2013

Marmorkuchen #5 // marble cake #5

Der Sommer gibt so viele Möglichkeiten, unterschiedlichste Kuchen zu backen, dass mein Projekt Marmorkuchen ein wenig in den Hintergrund gerückt ist.
Damit das aber nicht weiter der Fall ist, habe ich heute mal wieder einen neuen Marmorkuchen probiert.
Dieses Mal kommt das Rezept von Anne vom Blog Wolkenfees Küchenwerkstatt. Ich war gespannt: Immerhin mal wieder ein Rezept nur mit den Grundzutaten – ganz ohne Schmand oder Sahne.

 
So muss Marmorkuchen aussehen.


Zutaten:
125g weiche Butter
200g Zucker
4 Eier (L)
1Pä. Vanillezucker
250g Mehl
1 Pä. Backpulver
Wer mag 4EL Rum oder Cognac

1 EL Zucker
3 EL Kakao
Milch (ok, ich hatte noch etwas Sahne übrig und die zuerst in genommen und dann als Rest die Milch)

Zubereitung:
Butter und Zucker (inkl. Vanillezucker) cremig schlagen
Dann die Eier eins nach dem anderen hinzugeben und jedes Ei mindestens 30 Sekunden verrühren (Tipp von Annik Wecker – großartig)
Anschließend Mehl, Backpulver hinzugeben und nochmal alles kräftig verrühren
Für die Kakaomasse Zucker und Kakao mischen und dann Milch (Sahne) hinzugeben, bis die Masse etwa die Konsistenz vom Teig hat
Ein Drittel vom hellen Teig mit der Kakaomasse mischen
Ja und nun alles abwechselnd in eine gefettete Kastenform füllen und mit einer Gagel den Teig nach Belieben marmorieren
Ab damit in den Ofen bei 160 Grad für 50 min (die Stäbchenprobe entscheidet)

Fazit: Also der Marmorkuchen ist echt absolute Spitze in meinen Augen. Die Mischung zwischen weißem und schokoladigem Anteil stimmt. Er ist fluffig und überhaupt nicht trocken und geschmacklich einfach nur klasse – da bedarf es nicht mal Puderzucker oben drauf und schon gar keiner Schokoladenglasur. Der Kuchen ist pur meiner Meinung nach am besten.



Und der Teig reichte noch für zwei kleine Marmorkuchen für meine Tochter.


Ich bin erneut erstaunt, dass es doch immer wieder Unterschiede gibt zwischen den einzelnen Marmorkuchen – auch wenn die Zutaten im Großen und Ganzen die gleichen sind. Mal sehen was der Herbst hier noch bringt.

Sonntag, 24. März 2013

Sonntagssüß: Marmorkuchen #4 nach Cynthia Barcomi

Pünktlich zu meinem Geburtstag letzte Woche kann bei mir auch das neue Backbuch von Cynthia Barcomi an: „Let’s bake“. Schon nach dem ersten Durchblättern stachen mir mehrere Kuchen ins Auge, die ich auf jeden Fall in den nächsten Monaten backen muss. Und passend zum Projekt Marmorkuchen ist auch ein Rezept dafür mit bei. Das muss ich gleich ausprobieren.
Gedacht und heute getan!


Vorbereitung ist wie immer alles!

Abkühlen in der Frühlingsonne

 
Zutaten:
240g Mehl
60g Stärke
1Pä. Backpulver
Prise Salz
235g Zucker
150g weiche Butter
3 Eier
1 ¼ TL Vanilleextrakt (ich habe 2 TL Vanillezucker genommen)
190ml Buttermilch (ich habe einen Becher Sahne genommen – da ich keine Ahnung habe, was ich hätte mit dem Rest der Buttermilch anfangen sollen)
45g Kakao
90ml kochendes Wasser

Zubereitung:
  • Mehl, Stärke, Backpulver, Salz und Zucker mischen
  • Eier, Vanille und Buttermilch (in meinem Fall Sahne) mischen
  • Kakao mit dem Wasser zusammen glatt rühren
  • die weiche Butter mit den Finger oder dem Mixer in den Mehlmischung einarbeiten bis sie krümelig wird
  • dann die Eier-Sahne-Mischung mit einrühren
  • 1/3 vom Teig abnehmen und in diesen die Kakaomischung rühren
  • Beide Teige abwechselnd in eine Kastenform geben und danach mit einer Gabel marmorieren
  • Dann ab damit in den Ofen bei 180°C für 45-50 min – die Stäbchenprobe entscheidet
  • Fertig!
  • Das Frosting aus 150g Zartbitterschokolade, 175g weiche Butter und 175g Puderzucker habe ich mal weggelassen zu Gunsten des puren Geschmacks
Fazit: Dieser Marmorkuchen ist neben dem von Annik Wecker wirklich der Hit. Er ist locker fluffig und nicht zu süß, kompakt und saftig, aber nicht zu schwer. Und gut, dass ich das Frosting weggelassen habe. So schmeckt man die leckere Kruste oben auf dem Kuchen. Noch leicht warm ist der Kuchen echt ein Traum!


Die Kruste ist großartig!


Mittwoch, 27. Februar 2013

Marmorkuchen #3

So, und gleich der nächste Nachtrag.

Jetzt wieder einmal etwas zum Projekt Marmorkuchen. Nicht nur, dass ich fleißig überall Marmorkuchen probiere, wo mir welcher unter die Nase kommt, sei es in Cafés oder bei Freunden.  Ich probiere ebenso fleißig neue Rezepte aus und jetzt ist es Marmorkuchen #3.
Für den dritten Marmorkuchen kam das Rezept aus der Schweiz von Selina. Und es freut mich gleich in zweierlei Hinsicht von Selina ein Rezept bekommen zu haben. Zum einen ist sie vom Fach, was das Backen angeht. Da bin ich mal gespannt wie der Kuchen wird. Und zum anderen kennen wir uns aus Australien und so erinnert mich der Austausch mit ihr an eine wunderbare Zeit in Down Under, die gefühlt schon wieder so ewig weit weg ist, die Erinnerungen daran aber immer noch sehr sehr präsent sind.

So, aber nun zum Kuchen!

Zutaten (in der Schweizer Originalfassung):
200g weiche Butter
175g Zucker
1 Päckli Vanillezucker
1 Prise Salz
4 Eigelbe
300g Mehl
2 TL Backpulver
2 dl Milch
4 Eiweisse, steif geschlagen
100g dunkle Schokolade (Crémant Noir 50%; Coop)



Und so wird’s gemacht:
  • Butter in eine Schüssel geben, Zucker, Vanillezucker und Salz darunterrühren. Ein Eigelb nach dem andern darunterrühren, weiterrühren, bis die Masse heller ist.
  • Mehl und Backpulver mischen, mit der Milch unter die Masse rühren. Eischnee sorgfältig darunterziehen. Teig in zwei Portionen teilen.
  • Schokolade schmelzen und die flüssige Schokolade unter die eine Hälfte des Teiges rühren.
  • Hellen Teig in die vorbereitete Form füllen, Schokoladeteig darauf verteilen. Den dunklen Teig mit einer Gabel spiralförmig unter den hellen Teig ziehen.
  • Form: Für eine Gugelhopf-Form von ca. 2 Litern, gefettet und bemehlt
  • Backen: ca. 45 Min. in der unteren Hälfte des auf 180 Grad vorgeheizten Ofens. Herausnehmen, etwas abkühlen, auf ein Gitter stürzen, auskühlen. Mit Puderzucker bestäuben.


Ich habe eine Kranzform gewählt, da ich leider noch keine Guglhupfform habe. Und das Zerteilte liegt einfach daran, dass das schon Vorbereitung für den Transport ist. Kuchen nicht alleine essen macht einfach mehr Spaß.

Fazit:
Selina ist vom Fach und genauso ist auch der Marmorkuchen geworden. Der Kuchen ist wunderbar fluffig und doch auch saftig und kompakt. Beim ersten Anschneiden ist der Kuchen oben noch ein wenig kross, was für ein bisschen Textur beim Essen sorgt – vor allem, wenn der Kuchen noch leicht warm ist. Er ist extrem lecker!
Auch am zweiten und dritten Tag ist der Kuchen immer noch super saftig. Die Schoki kommt sogar noch besser zur Geltung, wenn der Kuchen eine Nacht ziehen konnte.
Diesen Marmorkuchen backe ich auf jeden Fall noch viele weitere Male.
Ein großes Dankeschön an Selina!

Dienstag, 15. Januar 2013

Marmorkuchen #2 // marble cake #2

So, damit sich das Projekt Marmorkuchen auch gleich von Anfang mit Leben füllt, habe ich mich letzten Sonntag sofort an den nächsten Marmorkuchen gewagt.
Dieses Mal stammt das Rezept von Annik Wecker, niedergeschrieben im Buch „Anniks göttliche Kuchen“. Und ich habe das Rezept auch vor dem Einkaufen gelesen, so dass ich dieses Mal auch alle Zutaten in ausreichender Menge zu Verfügung hatte.



Die zwei Stück waren noch leicht warm und ganz schnell weg.


Zutaten:
150g Sauerrahm/saure Sahne
3-4 EL Honig
3 EL Kakao

180g Mehl
2TL Backpulver
1 Prise Salz
180g weiche Butter
180g Zucker
1Msp. Vanille (ich habe mit das mit der Vanille gespart und gleich 180g selbstgemachten Vanillezucker genommen)
3 Eier

Zubereitung:
  • Sauerrahm und Honig in einem kleinen Topf erwärmen und dann den Kakao einrühren bis es eine glatte Masse ist.
  • Butter und Zucker schaumig schlagen und anschließend nach und nach die Eier hinzugeben und jedes Ei einzeln mindestens 30 Sekunden unterschlagen.
  • Nun Mehl, Backpulver und Salz hinzugeben und vorsichtig unterrühren bis es ein glatter Teig ist
  • Den Teig halbieren und unter die eine Hälfte die Schokomasse rühren inkl. 3 EL Mehl.
  • Nun abwechselnd hellen und dunklen Teig in der ausgebutterten Kastenform verteilen und wer mag kann mit der Gabel das ganzen noch ein wenige Marmorieren.
  • Dann ab damit in den vorgeheizten Ofen (150°C) für 50-60 min – wie immer: die Stäbchenprobe entscheidet, wann der Kuchen raus muss.
  • Abkühlen lassen (toll das geht im Winter im großen Kühlschrank draußen echt schnell), aus der Form lösen fertig. (Schokoladenguss oder Puderzucker könnten zwar noch drauf, sind aber nicht zwingend notwendig)
  • Fertig!



Fazit!
Also der Kuchen kommt schon sehr nah dran an meine Vorstellung, wie ein Marmorkuchen sein soll. Er ist locker und fluffig und trotzdem kompakt und überhaupt nicht bröslig. Noch leicht warm oder auch einen Tag später hat der Kuchen diese gewisse Feuchtigkeit. Er ist getrost auch ohne Kaffee oder Tee zu essen.
Toll war beim ersten Anschneiden und dann ebenso beim ersten Stück die kleine spürbare Kruste oben auf dem Kuchen. Sie bildet einen kleinen knusprigen Gegenpol zum fluffigen Inneren. Hier besteht wirklich die Gefahr, dass der Kuchen das erste Anschneiden nicht überlebt. Auch wenn er am zweiten und dritten Tag auch noch super lecker ist: es gibt keine Garantie, dass er es schafft, bis dahin noch zu existieren.


Ingredients:
150g sour cream
3-4 table spoons honey
3 table spoon cocoa

180g flour
2 tea spoons baking powder
Pinch of salt
180g butter (room temperature)
180g sugar
1 tea spoon vanilla essence
3 eggs

Preparation:
  • Heat up sour cream and honey slightly in a small sauce pan and then stir in the cocoa until a smooth mass.
  • Stir butter and sugar well until light and creamy.
  • Add eggs one after another and stir each egg at least 30 sec. until a homogenous dough.
  • Now add flour, baking powder and salt and stir it again.
  • After that divide the dough into half. Add to one half cocoa mass and 3 table spoons flour stir it also well.
  • Grease the loaf tin and fill it with light and dark dough by turns. Additionally you can use a fork for marbling.
  • Bake it in a preheat oven (150°C) 50-60 min. (Test it with a wooden skewer – remains on the skewer no more dough, the cake is finished.)
  • After cooling down sprinkle it with icing sugar (if you want) – that’s all!

I think it tastes best if it’s still slightly warm!

Montag, 7. Januar 2013

Marmorkuchen #1 // marble cake #1

Mit diesem Kuchen starte ich nun offiziell das Projekt „Marmorkuchen“. Woher die Lust auf Marmorkuchen auf einmal kam, kann ich nicht sagen. Warum ich aber dieses Rezept als erstes ausgewählt habe, lässt sich leicht erklären: Es lag mal wieder an meiner Lagerhaltung. Es war nicht  alles vorrätig, was ich für die anderen Marmorkuchen-Rezepte gebraucht hätte.
(Memo an mich: In Zukunft wieder die Rezepte lesen eher und öfter den Lagerbestand kontrollieren!)

Das erste Marmorkuchen-Rezept stammt somit von Juliane von Schöner Tag noch! und sie hat es aus „Fein gebacken! Ein Grundbackbuch“.

Hier nun die Einzelheiten!

Zutaten:
300g weiche Butter
200g Zucker
5 Eier (ich hatte nur 4)
400g Mehl
1Pä. Backpulver
125ml Milch

3EL Kakao
1TL Zimt
Milch

Zubereitung:
  • Butter und Zucker cremig rühren
  • Dann die Eier nacheinander unterrühren und so lange aufschlagen bis es eine homogene Masse ist
  • Anschließend Mehl, Backpulver, Zimt und  Milch hinzugeben und alles kräftig miteinander verrühren bis der Teig schön cremig ist. Geduld – hierfür kann man sich ruhig ein wenig Zeit nehmen.
  • Dann den Teig halbieren und in eine Teil Kakao und Zimt geben (ggf. 2-3EL Milch) und alles nochmal kräftig verrühren
  • Die Backform gut ausbuttern und dann abwechselnd hellen und dunklen Teig einfüllen. Am Ende, wenn man mag, mit einer Gabel den Teig noch ein wenig vermischen.
  • Dann ab in den Ofen bei 180°C – die Backzeit variiert je nach Form. Ich hatte eine Kranzform und nach 40min war der Kuchen fertig. (Juliane hat in ihrem Rezept eine Guglhupfform verwendet – hier war die Backzeit 1 Stunde.) – am  besten mit der Stäbchenprobe arbeiten – bleibt am Holzstäbchen kein Teig mehr kleben, ist der Kuchen fertig.
  • Nach dem Abkühlen Kuchen aus der Form lösen und wer mag mit Puderzucker bestreuen.
  • Fertig!





So schön wie der aussieht, hab ich mal auf den Puderzucker oder sonstigen Überzug verzichtet.


Das Fazit für diesen Kuchen fällt ein wenig schwer, da ich keine Referenz habe, um den Kuchen daran zu messen. Aber grundsätzlich sieht er hervorragend aus, er riecht lecker und ist kompakt aber immer noch locker fluffig. Auch nach einem Tag schmeckt er noch frisch und nicht trocken.


Ingredients:
300g butter (room temperature)
200g sugar
5 eggs
400g flour
15g baking powder
125ml milk

3 table spoon cocoa
1 tea spoon cinnamon
milk

Preparation:
  • Stir butter and sugar well until light and creamy.
  • Add eggs and stir it again until a homogenous dough:
  • Now add flour, baking powder and milk and stir it well. Be patient. Take some time to stir the dough until creamy.
  • After that divide the dough into half. Add to one half cocoa, cinnoman and a dash of milk and stir it also well.
  • Grease the baking tin and fill it with light and dark dough by turns. Additionally you can use a fork for marbling.
  • Bake it in a preheat oven (180°C). The baking time depends on the baking tin. With the ring-shaped tin I used it tooks 40min for baking. If you use a Bundt-style pan, I think the baking time will be 50-60 min. (Test it with a wooden skewer – remains on the skewer no more dough, the cake is finished.)
  • After cooling down sprinkle it with icing sugar (if you want) – that’s all!

Projekt "Marmorkuchen" // Project "marble cake"

Um mal eine alte Weisheit aus der Küche zu zitieren: „Bei den einfachen Sachen zeigt sich, wie gut ein Koch ist“. Gleiches gilt meiner Meinung nach auch beim Backen. Was die Bratkartoffeln beim Kochen sind, ist beim Backen der Marmorkuchen.
Ich weiß gar nicht, wie ich darauf gekommen bin, dass ich mal wieder einen machen wollte. Denn auf die letzten Jahre betrachtet, wurde der Marmorkuchen von  mir eher stiefmütterlicher behandelt. Doch gestern war es soweit – ich habe mal wieder einen Marmorkuchen gemacht.

Da es nun beim Marmorkuchen sehr verschiedene Geschmäcker und nach kurzer Recherche (in vorhandenen Backbüchern und im Netz) auch gewaltig viele verschiedene Varianten gibt, einen zu backen, werde ich mich dieses Jahr daran machen, den besten für mich zu finden. Ich werde also über die kommenden Monate im Rahmen des Projektes „Marmorkuchen“ immer mal wieder ein Rezept ausprobieren und vielleicht finde ich ja wirklich den Marmorkuchen schlechthin.

Wir dürfen gespannt sein! Ich bin es auf jeden Fall.

Über Hinweise auf tolle Rezepte oder auch Ort, an denen man guten Marmorkuchen bekommt, bin ich natürlich immer dankbar.

Kurzer Nachsatz!
Interessant ist natürlich auch immer ein wenig Hintergrund. Das kann dem Projekt nicht schaden.
Das sagt beispielsweise Wikipedia zu Marmorkuchen: „Marmorkuchen ist ein Rührkuchen aus Rühr- oder Sandmasse. Ein Teil der Masse wird mit Kakao gefärbt und schichtweise nur leicht mit der übrigen vermischt, wodurch ein an Marmor erinnerndes Muster entsteht. Er wird meist in einer Napf-, Kranz- oder Kastenform gebacken. Gemäß dem deutschen Lebensmittelbuch muss Marmorkuchen als Handelsware mindestens ein Drittel kakaohaltige Sand- oder Rührmasse mit mindestens drei Prozent Kakao enthalten.“